Mittwoch, 22. Mai 2013

[Rezension] Richard Laymon - Nacht

Titel: Nacht
Originaltitel: After Midnight
Autor/in: Richard Laymon

Reihe: -
Preis: 9,99 € (TB)
Seitenanzahl: 544 Seiten
Verlag: Heyne Hardcore
Erscheinungsdatum: September 2007
ISBN: 9783453675360
Bewertung: 4/5





Der Klappentext.
Als die junge Alice den Job annimmt, auf das Haus zweier reicher Freunde aufzupassen, das am Rand eines Waldes liegt, ahnt sie nicht, dass ihr die schrecklichste Nacht ihres Lebens bevorsteht: Denn kaum ist sie allein, wird sie von einem mysteriösen Anrufer terrorisiert. Als der dann auch noch versucht, in das Haus einzudringen, sieht sie sich gezwungen, ihn mit einem alten Säbel niederzustrecken. Und damit beginnen die Probleme erst...


Meine Meinung.
So, das war also mein erster Laymon.

Als Thrillerfan wird einem in dem Genre ziemlich schnell langweilig und so versucht man immer ein noch besseres und noch gruseligeres Buch zu bekommen. Die Bücher von Richard Laymon sind ja auch seit jeher als ziemlich blutrünstig und pervers verschrien. Auch der Schreibstil punktet eher mit seiner Einfachheit, statt mit literarischer Finesse. Sie spalten das Lager: Entweder man liebt oder man hasst ihn.
"Nacht" sollte auf jeden Fall eines seiner stärkeren Geschichten sein, also habe ich damit angefangen.
Beim Zuklappen des Buches musste ich mir erst einmal selber klar werden, wie ich die Geschichte nun fand. 
Dass der Inhalt von "Nacht" blutig, teilweise eklig und pervers ist unterschreibe ich sofort. Mit Alice hat Laymon uns eine ziemlich naive Protagonistin gegeben über deren Verhalten ich mich sehr oft aufgeregt habe. Sie war mir wirklich sehr unsympathisch aber wäre es anders gewesen, hätte dem Buch wieder rum eine Menge an Spannung gefehlt. 
Die Story ist wirklich sehr an den Haaren herbeigezogen - es ist pure Unterhaltung. Bei manchen Szenen ist auch mir die Luft weggeblieben und die Seiten flogen nur so dahin. Laymon hatte einen sehr schwarzen Humor der einfach perfekt mit dem Buch harmoniert - meiner Meinung nach hätten es noch hundert Seiten mehr davon geben können, an seinen Humor konnte ich mich einfach nicht satt lesen. 
Fazit: Als Einsteiger in die Laymon-Welt wurde mir mit "Nacht" ein Tor zu einer "fremden Welt" geöffnet. So brutal und sexistisch hat bisher noch kein Autor geschrieben. Das Buch bekommt von mir 4 Sterne. Irgendeine Kleinigkeit hat gefehlt - vielleicht eine Prise mehr Realität oder Glaubwürdigkeit? Ich bin auf jeden Fall offen für mehr Laymon-Stoff und hoffe, dass die anderen Bücher den Sprung zum fünften Stern schaffen.



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